Ortsporträt Trittau
mit freundlicher Unterstützung von
Herrn Scharnberg, Trittau
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Trittauer Kirche heute
Trittau gehört zur Metropolregion Hamburg und liegt verkehrsgünstig zwischen Hamburg und Lübeck im südöstlichen Holstein. Am besten erreicht man Trittau über die A 24, Hamburg-Berlin, über die A 1, Hamburg-Lübeck, oder von Kiel kommend über die B 404.
Die heutige Mittelpunktsgemeinde Trittau ist von ca. 2.100 Einwohnern im Jahre 1939 auf rund 7.700 Einwohner gewachsen. Nach dem Regionalplan des Landes Schleswig-Holstein hat Trittau als Unterzentrum für einen Einzugsbereich, der mit 16 Gemeinden und rund 20.000 Einwohnern über die Amtsgrenzen hinausgeht, eine besondere Funktion im sozialen, kulturellen, behördlichen und wirtschaftlichen Bereich. Die Entwicklung der letzten Jahre trägt dem Rechnung. Das Ortszentrum hat durch beachtliche Investitionen von Handel, Behörden, Banken und Gewerbe in den letzten Jahren ein attraktives Bild gewonnen, das sich ständig weiterentwickelt. In den Gewerbegebieten im Norden und im Süden der Gemeinde, jeweils in unmittelbarer Nähe zur Auffahrt auf die B 404, haben sich zum Teil international tätige Betriebe angesiedelt.
Geschichtliches
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Historische Ansicht: Kirche mit Glockpfuhl
Die älteste Erwähnung des Names Trittau erfolgte als „aqua Trutauen“ in einer Grenzbeschreibung, die den Zustand von 1167 darstellte, aber später verfaßt wurde. Die Herkunft des Namens ist umstritten. Der Name könnte von trout = wendisch „Forelle“ abgeleitet sein oder vom wendischen trut= „Drohne, Biene“. Die Bevölkerung im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Wenden war gemischt, blieb aber getrennt. Deutsche Dörfer erhielten den Zusatz „Groß“, wendische den Zusatz „Klein“. Klein Trittau oder Lütgendorp dürfte im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden sein. 1239 wird für Trittau eine Kapelle bezeugt und der Ortsname damit zum ersten Mal urkundlich festgehalten. Die Kapelle wurde von Steinbek aus gebaut und 1248 zur Kirche erhoben. So kam es zur Gründung des Kirchspiels Trittau. In der Nordwand der heutigen Martin-Luther-Kirche sind die Felssteine aus dem 13. Jahrhundert immer noch zu erkennen.
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Schloß Trittau um 1680
Graf Johann III. von Holstein, der Milde, entschloß sich in der Zeit von 1325-27 dazu, in Trittau eine Burg zu errichten. Durch die Existenz dieser landesherrlichen Burg wurde Trittau im 14. Jahrhundert Mittelpunkt einer Vogtei. Um die Burg herum bildete sich ein Verwaltungsbezirk und dessen Mittelpunkt war Trittau. Dadurch wurde Trittau auch zu einem administrativen Zentrum. Der Einzugsbereich dieses administrativen Zentrums war ungleich größer als der des Kirchspiels, er dehnte sich nach Norden bis Stuvenborn, nach Westen bis Alsterdorf aus. Zum Amt Trittau der frühen Neuzeit gehörten zeitweise 36 Dorfschaften.
Der Grundstein für den entscheidenden Standortfaktor Zentralität, der Trittau heute u.a. auszeichnet, wurde also bereits im Mittelalter gelegt.
Sehenswürdigkeiten
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Kulturzentrum Trittau
Kulturzentrum Trittau
Die ehemalige Kornwassermühle, das Wappensymbol Trittaus, ist heute als Kulturzentrum ein besonderes Kleinod. Das heutige Mühlengebäude wurde 1701 erbaut, eine Kornwassermühle an diesem Standort gibt es aber urkundlich nachgewiesen schon viel länger. Mit wechselnden Ausstellungen moderner Kunst, Konzerten und Lesungen hat sie sich überregional einen Namen gemacht. Die idyllische Lage am Mühlenteich vor dem Forst Hahnheide macht die Mühle zu einem Anziehungspunkt für Erholungssuchende aus nah und fern.
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Napoleonbrücke
Napoleonbrücke
Direkt neben der Mühle finden wir die Napoleon-Brücke. Sie war auf der alten Heer- und Handelsstraße Hamburg - Ratzeburg - Mecklenburg ein wichtiger Übergang über den Trittauer Mühlenbach. Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Brücke aus behauenen Granitquadern ist ein wertvolles kulturhistorisches und technisches Denkmal.
Historische Gebäude
Burgkrug
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Bauernhof Harders
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Bauernhof Zingelmann
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Alter Bahnhof
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Bürgerhaus
Trittau hat eine Reihe von architektonisch interessanten und zum Teil historischen Gebäuden zu bieten. Das älteste Gebäude ist zweifellos der "Burgkrug" von 1695. Das Erbauungsjahr ist über der Eingangstür verewigt. 1843 wurde in diesem Krug der Trittauer Gesangverein gegründet. Auch die Kirche und die gegenüberliegenden stattlichen Bauernhöfe sind ein städtebaulich sehenswertes Ensemble.
Freizeit und Erholung
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Kunsthandwerkermarkt
Märkte in Trittau
Zum Erntedankfest im Oktober findet der größte Kunsthandwerkermarkt Norddeutschlands in Trittau statt. Rund um die Wassermühle tummeln sich mehr als 150 Aussteller und über 50.000 Besucher.
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Hahnheider Turm
Gemeinsam mit dem Nikolausmarkt, dem österlichen Frühlingsmarkt und dem Trittauer Mühlenmarkt festigt er Trittaus Stellung als Metropole der Märkte im Süden Schleswig-Holsteins.
Hahnheide
In der Hahnheide, dem größten Waldnaturschutzgebiet des Landes gibt es repräsentative Vorkommen des Zwergschnäppers, bedeutende Vorkommen von Schwarzspecht, Mittelspecht und Rotmilan. Kranich und Schwarzstorch wandern ein. Zahlreiche Rad- und Wanderwege geben Gelegenheit zu erholsamen und ausgedehnten Spaziergängen in dem einzigartigen Naturwald. Auf dem Großen Hahnheider Berg (99 m ü. NN) steht ein hölzerner Aussichtsturm (26,7 m), auf den 125 Stufen führen. Er gilt als Wahrzeichen für die Hahnheide.
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Schützenfest
Schützenfest
Das Schützenfest in Trittau, bekannt als das größte und interessanteste im Süden Stormarns, findet jedes Jahr am 3. Wochenende im August statt. Am Sonntag sind Tausende von Besuchern auf den Straßen, um sich den großen Umzug am Nachmittag und das Brillantfeuerwerk zum Abschluß der Veranstaltung am Abend anzusehen.
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Sängerfest auf dem Sängerberg
Sängerfest
Jeweils zum Tag des Liedes Ende Mai findet in romantischer Atmosphäre auf dem Sängerberg am Rande der Hahnheide das jährliche Sängerfest des Trittauer Gesangverein statt. Mehrere Chöre, Musikzüge und Orchester unterhalten die Zuhörer mit einem reichhaltigen Repertoire an Volksliedern, Gospeln und klassischen Musikstücken. Ein Fest, bei dem viele Zuhörer zum Mitsingen oder -summen animiert werden.
Unterkünfte
| Gasthof Heydorn | Heinrich-Hertz-Str. 2 | Telefon: 04154/86050 | ||||
| Gästehaus am Sängerberg | Sängerberg 1 | Telefon: 04154/793232 | mail: gaestehaus[at]saengerberg.de | |||
| Gästehaus Keßling | Hamburger Str. 64 | Telefon: 04154/794746 | ||||
| Hotel Lauenburger Hof | Vorburgstr. 8 | Telefon: 04154/99350 | mail: info[at]hotel-lauenburger-hof.de | |||
| Hotel zur Vorburg | Vorburgstr. 3 | Telefon: 04154/84410 | ||||
| Pension Anna Buck | Lerchenstr. 40 | Telefon: 04154/3374 |
Film: Nebel in Trittau
(ergänzt von P.H.)
Video über Trittau (ergänzt von
P.H.)